Zahnfleisch-Behandlung (Parodontologie)

Entzündungen des Zahnfleisches sind häufig und treten bei kleineren Verletzungen beim Essen und durch nicht ausreichende Mundhygiene auf. In der Regel heilen diese geringfügigen Entzündungen (Gingivitis) nach einigen Tagen (bei Verbesserung der Putz-Anstrengungen) von selbst aus oder lassen sich, wenn dies nicht der Fall ist, einfach durch (evtl. mehrmaliges) Aufbringen einer Salbe in unserer Praxis behandeln.

Bleibt eine Zahnfleisch-Entzündung unbehandelt können sich um um die Zähne des betroffenen Gebietes sog. Zahnfleisch-Taschen bilden (Parodontitis). Dies bedeutet, dass sich Bakterien zwischen das Zahnfleisch und den Zahn einlagern und sich dort weiter vermehren können, da es ab der Taschenbildung nahezu unmöglich ist, selbst nur durch Putzen und Spülen das Problem wieder zu beheben. Diese Entzündung kann nun zu einem Abbau des Knochens an einzelnen Stellen des Zahns oder rund um ihn herum führen, wodurch sich der Zahn langsam lockert und durch die Entzündung schmerzt. Im schlimmsten Fall kann eine Parodontitis den Verlust aller betroffenen Zähne bewirken.

Deshalb führen wir in unserer Praxis in regelmäßigen Abständen eine Untersuchung des Zahnhalteapparats mit Hilfe einer Sonde (Parodontaler Screening Index / PSI) durch, um eine Taschenbildung so früh wie möglich zu erkennen und aufzuhalten.

Benötigen Sie eine Zahnfleischbehandlung, werden wir ein Röntgenbild aller Zähne anfertigen sowie einen Antrag zur Therapie für die Krankenkasse erstellen, der auch alle für die Behandlung notwendigen Messungen der Taschentiefen enthält. Je nach Anzahl der zu behandelnden Zähne können bis zu vier Termine nötig sein, während derer nach Betäubung des Zahnfleischs die Wurzeln der Zähne und das Zahnfleisch gründlich mit Ultraschall und sog. Küretten (scharfen Handinstrumenten) gereinigt werden. Eine Salbe trägt zur weiteren Heilung und Bakterienreduktion bei.

Besonders die Zahnfleischbehandlung fordert viel Mitarbeit vom Patienten und ein zufriedenstellendes, langfristig erfolgreiches Ergebnis kann nur erreicht werden bei entsprechender Optimierung der Mundhygienemaßnahmen. Hierzu gehört auch, dass während der Dauer der Therapie zweimal täglich eine Mundspülung mit einem Chlorhexidin-Präparat erfolgt (welche Produkte sich dafür eignen, erfahren Sie während der Behandlung).

 

Nach der Parodontits-Therapie erfolgt ein weiterer Kontroll-Termin und im Anschluss daran empfehlen wir allen Patienten ein halbjährliches Intervall zur Kontrolluntersuchung. Gerne rufen wir Sie auch im Rahmen unseres Recall-Service an, damit Sie keinen dieser wichtigen Termine vergessen.

Im Anschluss finden Sie hier unseren Merkzettel zur Zahnfleisch-Therapie, der nochmals alles Wissenswerte kurz für Sie zusammenfasst: