Wurzelkanal-Behandlung (Endodontie)

Jeder Zahn steht über Nerven mit dem Gehirn in Verbindung und liefert zu seinem Schutz Informationen über Schmerz, Temperatur und Druck. Nerven können sich bei großen Defekten am Zahn aber auch spontan entzünden und absterben. Dies ist in der Regel schmerzhaft, kann aber durch eine Wurzelkanalbehandlung therapiert werden.

Kann eine Diagnose durch einen Kältetest, Abklopfen und Röntgen nicht ausreichend sichergestellt werden, wird der Zahn ohne Anästhesie eröffnet (sog. Probetrepanation), andernfalls wird er zunächst betäubt

Nach Eröffnung des Zahns und der Nervenhöhle (Pulpakammer) werden die bis zu vier Wurzelkanäle des Zahnes aufgesucht, alles Nervengewebe entfernt und die Kanäle nach Ermittlung derer Länge erweitert. Erst durch die Erweiterung der Kanäle kann eine Reinigung und Desinfektion der Kanäle erfolgen. Die entstandenen Hohlräume werden anschließend wieder aufgefüllt und der Zahn mit einer Füllung verschlossen.

Weitere Informationen zum Thema Wurzelkanalbehandlung finden Sie bei der DGET.

Wurzelkanalbehandlungen benötigen viel Zeit und Material, deswegen sehen wir uns gezwungen, für diese Behandlung eine Zuzahlung zu verlangen. Alle Informationen hierzu finden Sie hier:

Sollte ein Zahn nach einer Wurzelkanalbehandlung trotz aller Anstrengung einmal dennoch weiterhin schmerzen, kann eine erneute Eröffnung und Reinigung der Kanäle oft Abhilfe verschaffen - man spricht von einer Revision. Sollte auch dies nicht zum gewünschten Erfolg verhelfen, können zudem bei unseren Kollegen in der Oralchirurgie (in Furth im Wald / Neutraubling und Cham) die Wurzelspitzen abgetrennt werden (Wurzelspitzenresektion).